Regionaltreffen am 24.03.2013 in Dresden

Die GEMA "sprengt" BVD-Regionaltreffen in Dresden

 

Am Sonntag, dem 24.03.2013, trafen sich erneut viele DJs, Musikinteressierte und Brancheninsider zum Regionaltreffen des Berufsverband Discjockey e.V. in der neuen Location "Café Friedrichstadt". Hendrik Scholz, der BVD e.V. Regionalrepräsentant für Sachsen, hatte pünktlich zum Mittagessen geladen. Da das GEMA und der neuen Tarif VR-Ö und Gagenberechnung für DJs auf der Agenda standen, kamen über 50 BVD e.V. Mitglieder, andere DJs, Begleiter(innen) und sonstige Interessierte in unser neues Stammhaus. Das ist Rekord und spiegelt gleichzeitig das große Interesse am BVD dar. Vielen Dank an dieser Stelle an Hendrik Scholz, der die Regionalstelle Dresden in den letzten Jahren zu einer BVD-Hochburg aufgebaut hat!

Zu Beginn gab es neben vielen Gesprächen, Mutmaßungen und Fragen zum heiß diskutierten Thema GEMA auch Neuigkeiten vom BVD e.V., die neuen Mitglieder der letzten Monate wurden begrüßt, das aktuelle DJ-Magazin wurde vorgestellt und ein Ausblick zur Jahreshauptversammlung am 07.04.2013 gegeben. Das Thema Musikmesse in Frankfurt (10.04.-13.04.2013) und mögliche Fahrgemeinschaften wurde ebenfalls angesprochen.

Als auch die Nachzügler endlich den Weg durch die verstaute Innenstadt gefunden hatten – es war ja Citymarathon in Dresden – ging es in leicht beengter, aber gut beheizter Runde los: GEMA und VR-Ö hießen die Zauberworte! Hendrik Scholz gab Informationen zum ausgehandelten Tarif VR-Ö zwischen GEMA und Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. bzw. BVD e.V. Der Wegfall des "Laptopzuschlags" wurden ebenfalls besprochen, ebenfalls ist man der Frage auf den Grund gegeangen, was ist eigentlich eine Kopie und was ein Original ist. Anschließend wurde noch diskutiert, wie und wann man sich idealerweise bei der GEMA registriert und wie die GEMA andernfalls an die Daten der DJs herankommen würde. Die Teilnehmer des Treffens würden es begrüßen, wenn die Veranstalter zukünftig verpflichtet werden würden, auf ihrer GEMA-Anmeldung Namen und GEMA-Kundennummer des DJs anzugeben. Darüber hinaus wünschen sich die DJs einen Ausweis oder Zertifikat, um dieses als Marketinginstrument für ihr lizenziertes Musikarchiv einsetzen zu können.
Hendrik Scholz versuchte, alle Fragen zu beantworteten. Abschließend erwähnte er noch, dass ein Rahmenvertrag mit dem BVD e.V. ausgearbeitet werden wird, welcher 20 % Rabatt für alle BVD e.V. Mitglieder vorsieht. Nach allen, teils kontroversen, Diskussionenkonnte man sagen, dass Hendrik Scholz den Anwesenden die Ängste vor der GEMA genommen hat und auch viele Gerüchte und Unklarheiten aufklären konnte.

Nach einer kurzen Pause mit dem obligatorischen Gruppenfoto ging es in Runde 2...

Das Thema "Gagenberechnung für DJs" stand ja noch auf der Tagesordnung. Als Einstimmung konnten alle DJs anhand eines konstruierten Fallbeispiels anonym eine Gage angeben, die sie für ein Standardszenario vom Kunden verlangen. Dies wurde dann anschaulich aufbereitet und anschließend auch diskutiert. Gastgeber Hendrik Scholz hatte eine mit Formeln hinterlegte Excel-Tabelle vorbereitet, in die man Dineg wie Wert der Technik, Abschreibungsdauer, Anzahl der jährlichen Veranstaltungen und auch den gwünschte Sundenverdienst eingeben konnte - und das Tool ermittelte die Gage, die man "eigentlich" dem Kunden abverlangen müsste. Dass das in unserer Region nicht in jedem Maße auch praktisch umsetzbar ist, versteht sich vons elbst. Aber spannend war es trotzdem, auch andersherum einmal zu ermitteln, welchen realen Stundenlohn der DJ bei seiner aktuellen Gage dann am Ende nach Abzug aller Kosten tatsächlich hat. In einer anschließende Diskussion sprach sich die Mehrheit der Anwesenden für eine Mindestgage und gegen Dumpinggagen aus.

Lars Schaarschmidt

(Dieser Bericht spiegelt nicht zwangsweise die Meinung des Verbands wider; für deren Inhalt ist allein der namentlich erwähnte Autor verantwortlich!)