Regionaltreffen am 21.09.2010 in Hamburg

BVD e.V. Vorstand präsentiert sich in Hamburg

 

Holger Conje hatte zum BVD-Regiotreff am 21.09.2010 in die Räumlichkeiten der IKK Krankenkasse geladen, und 52 Gäste folgten seiner Einladung. Unter ihnen auch 5 Vorstandsmitglieder des BVD e.V.: Präsident Dirk Wöhler, Vizepräsident Ole Möhlenkamp, Lutz Scheffler als Pressechef und  Musikredaktion, Hendrik Scholz, zuständig für Internet & Neue Medien, sowie Mitgliederbetreuer Lars Schaarschmidt.

Nach diesem Regionaltreffen muss man sagen, die BVD e.V. Mitglieder haben eine gute Wahl mit ihrem neuen Vorstand getroffen: sehr sympathisch, sehr engagiert, jung und hoffentlich auch erfolgreich. Auf einige Erfolge kann man ja bereits vorweisen. So ist z.B. unser DJ-Magazin ein richtig gutes Fachmagazin geworden, nachdem es ja zwischenzeitlich mehr ein Boulevardblättchen statt Fachzeitung war. Auch die Musikredaktion hat sich mittlerweile gemausert und kann sich mit anderen Magazinen messen. Wir sind sicher, das Problem mit der GEMA wird Präsident Dirk Wöhler schon bald geregelt bekommen und irgendwann werden wir dann ja auch endlich ein anerkannter Beruf, oder? Also lieber Vorstand, packt es an!

Als Top-Tagespunkt war die Künstlersozialkasse (KSK) gedacht, aber für die meisten DJs von uns war das ein Flop! Herr Kißling von der KSK hat gut eine Stunde geredet, aber eigentlich wenig gesagt. Am Ende hatte man das Gefühl, man will uns DJs gar nicht in der KSK haben. Dabei sind in der KSK Leute, wo man sich wirklich fragen muss, wieso sind das Künstler, und wir nicht? Ein mobiler DJ, der sich ständig den A... aufreißt, um sein Publikum vom Hocker zu holen, wird aber nicht in der KSK aufgenommen. Vielleicht sollte die KSK sich einmal bemühen, die mobilen DJs bei ihrer Arbeit zu begleiten, um sich überhaupt ein Bild von unserer Arbeit zu machen. Die Fragen selbst versuchte Herr Kißling überwiegend abzublocken oder verwies auf die KSK und ihre sogenannten Vorschriften. So merkte er auch nicht einmal, dass nach gut einer halben Stunde schon diverse DJs den Saal verließen, weil sie einfach von dem Gerede genug hatten. Um das Wesentlichste zu sagen, hätten auch 15 Minuten gereicht. Schade eigentlich!!!

"Radio im Wandel der Zeit" lautete der nächste Tagespunkt. Ist Radiomoderator immer noch ein Traumberuf? Die Zeiten sind wohl leider vorbei, denn den Moderator mit allen Freiheiten gibt es nicht mehr. Er bekommt heute genau vorgeschrieben, wann er was zu spielen und zu sagen hat. Horst Rokohl, Radiomoderator beim Sender Oldie 95 in Hamburg, hat den Wandel in seiner langjährigen Praxis selber miterlebt. Zumindest bei den privaten Sendern ist alles genau reglementiert und man hat keine Chance mehr, sich selbst zu produzieren. Bei Fehlern ist man heute ganz schnell weg vom Fenster. Von Traumberuf also keine Spur mehr.

Höhepunkt des Abends war dann der Auftritt von Oliver Bendt, dem Gründer der legendären Goombay Dance Band. Mit der Vorstellung seiner neuesten CD „In My Dreams“ - einer speziellen Disco-Version - riss er die DJs so richtig vom Hocker! Außerdem gewann er damit etliche neue Fans, die auch noch vom Fach sind, um diese CD so richtig powern zu können. Und das er immer noch richtig gut bei Stimme ist, bewies er dann zum Schluss mit einer Acapella Version eines alten Harry Belafonte Titels. Mit brausendem Beifall, als Dank für den gelungenen Auftritt, verabschiedeten die DJs die Gesangsikone Oliver Bendt.

Ein Glanzlicht nun noch zum Schluss. Schon beim Betreten der IKK wurde man diesmal mit einem strahlendem Lächeln begrüßt, so dass einem das Zahlen des Obolus für die GEMA gleich viel leichter fiel. Die neue Assistentin Martina des Regionalrepräsentanten Holger Conje ist nicht nur eine Augenweide, sondern passt auch so richtig gut zu uns DJs, wie wir im Laufe des Abends feststellen konnten. Glückwunsch Holger!

Harald Gutteck

(Dieser Bericht spiegelt nicht zwangsweise die Meinung des Verbands wider; für deren Inhalt ist allein der namentlich erwähnte Autor verantwortlich!)