Regionaltreffen am 13.09.2011 in Nürnberg

1. Fränkisches Regionaltreffen in Nürnberg

 

In sehr entspannter, geradezu "chilliger" Atmosphäre fand am Dienstag, den 13. September das erste Regionaltreffen des BVD e.V. im Coworking Space in Nürnberg statt. Die gemütliche Einrichtung und die freundliche Art, mit der wir empfangen und umsorgt wurden, ließen sofort Feierabendstimmung aufkommen.

Nicht verwunderlich also, dass wir die vorbereitete Powerpoint-Präsentation links liegen ließen (es war tatsächlich links!) und stattdessen gleich die bequemen Sitzmöbel in Beschlag nahmen. Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde - die nahtlos in eine angeregte Diskussion überging - hätten wir beinahe unseren Überraschungsgast "vergessen", der bisweilen unseren Gesprächen interessiert lauschte.

Matthias Fehr, Präsident des APWPT (Association of Professional Wireless Production Technologies e. V. , www.apwpt.org), konnte kurzfristig gewonnen werden, uns kurz seinen Verband und die eingereichte e-Petition vorzustellen. Bei der Petition geht es um die Forderung nach Schadensersatz infolge der nötigen Frequenzumstellung nach dem Verkauf der Frequenzbänder an die Mobilfunkindustrie.

In Karten - die auch auf der Webseite des APWPT abrufbar sind - können sich Gewerke und Beteiligte ein Bild von den betriebenen Funkstrecken und möglichen Problemen machen. Interessant war in diesem Zusammenhang der Bildausschnitt aus Berlin. Die Auswirkungen der ersten LTE-Sendemasten sind hier bereits jetzt zu spüren. Musicalbühnen, Theater, TV-Studios und Regierungsgebäude auf engstem Raum, die allesamt Funktechniken nutzen, müssen sich in dem immer engeren werdenden Raum der Frequenzen besser abstimmen.

Auch die zukünftige Entwicklung wird vom APWPT bereits kritisch beobachtet. So gäbe es zwar aktuell noch keine funktionierenden LTE-Endgeräte am Markt, gleichwohl würden die Mobilfunkunternehmen bereits Lobbyarbeit für die zweite digitale Dividende betreiben. So droht uns ein schrittweiser Ausverkauf der noch verfügbaren Ausweichfrequenzen. Hier macht sich der Verband der Anwender professioneller Drahtlostechnik für eine gesetzliche Regelung stark, damit die Unterhaltungsbranche endlich dauerhaft und planbar festgelegte Frequenzbereiche zugewiesen bekommt.

Der APWPT arbeitet aktuell an einer Gesamtaufstellung des Schadens in der Unterhaltungsbranche. Die Verkaufszahlen der Hersteller sind bekannt, führt Herr Fehr aus, aber es sei momentan noch nicht möglich festzustellen, wo viele der Funkstrecken abgeblieben sind. In diesem Punkt bittet Matthias Fehr stellvertretend für den APWPT um Mithilfe: Der Verband benötigt belegbare Zahlen für die weiteren Verhandlungen. In naher Zukunft wird es eine Umfrage geben, bei der insbesondere Diskotheken, Tanzschulen, Fitnesstudios und mobile Diskjockeys dazu aufgerufen sind, aktuelle Nutzungsdaten zu liefern, um die Informationslücke zu schließen.

Die äußerst interessante Darstellung seiner Arbeit fesselte uns regelrecht und trotz fortgeschrittener Stunde (es war mittlerweile kurz vor 23:00 Uhr) beantwortete der Präsident des APWPT bereitwillig alle unsere Zwischenfragen. 

Dass es so spät wurde, lag wohl auch an der nicht abreißenden Getränke- und vor allem Kaffeversorgung. An dieser Stelle ein besonderer Dank an den Coworking-Space Nürnberg!

Zu guter Letzt haben wir (wie angekündigt) unter allen Teilnehmern die drei HITARBEITER-CD-Sets (je mit 5 CDs) verlost.

Nie hätten wir uns im Vorfeld träumen lassen, dass bereits das erste Regionaltreffen in Franken eine so informative und aktive Diskussionsrunde wird. Um kurz vor Mitternacht löste sich die Runde dann auf und auch die Regionalrepräsentanten und anwesenden Vorstandsmitglieder verließen den Coworking Space - natürlich nicht ohne vorher den nächsten Termin, Dienstag den 08.11.2011, gleich fest zu buchen.

Auch im November soll es wieder einen Gastreferenten oder einen Kurzvortrag geben. Über Themenvorschläge bis zum 15.10.2011 freuen sich eure Regionalrepräsentanten Stefan Krautz und Sebastian Holzberger.

Sebastian Holzberger

(Dieser Bericht spiegelt nicht zwangsweise die Meinung des Verbands wider; für deren Inhalt ist allein der namentlich erwähnte Autor verantwortlich!)